Rathausgeschichten

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In diesem Blog schreibt Claudia Döberl über ihr ganz persönliches (Er-)Leben in der Gemeindepolitik.

Blogbeiträge

500 Tage nach der Gemeinderatswahl...

Liebe Interessierte!

Eigentlich wollte ich euch regelmäßig über Aktivitäten der Gemeindevertreter*innen auf dem Laufenden halten. Ein Alt-Bürgermeister hat mir gesagt, dass das sehr viel Arbeit und kaum machbar ist. Und: er hatte recht!

Kaum habe ich einen Beitrag fertig, stimmt er schon nicht mehr, so sehr überschlagen sich die Ereignisse in unserer Gemeinde. Warum? Hm,… Was mein Team und ich tun, wollen wir ordentlich machen und dafür braucht es erst einmal fundiertes Wissen. Also haben wir begonnen uns einzulesen: in die Gemeindeordnung, gesetzliche Grundlagen, Vorschriften, alte Protokolle,… Und wir interessieren uns vor allem für den aktuellen Stand unserer Gemeinde.

Und genau hier wird es leider mühsam, denn wo wir auch hinschauen und nachfragen: BAUSTELLE, vor allem aber fehlende Antworten!

Ich interessiere mich für unsere Gemeinde, möchte ordentlich arbeiten und deshalb stelle ich Fragen. Wenn diese nicht beantwortet werden, oder die Antworten in sich widersprüchlich sind, dann frage ich weiter und dann, dann wird es wirklich interessant. „Sag der Döberl nichts.“ „Das können wir ihr nicht sagen, das wissen ja nicht einmal intern alle.“ „Die Döberl macht alles öffentlich.“ JA! NATÜRLICH! Wir vertreten die Bürger*innen! Wissen zu teilen ist, aus meiner Sicht: 1. klug und 2. unsere Pflicht! Es geht um EURE Gemeinde, da ist Geheimhalterei und Schönrederei wirklich fehl am Platz. Erst in der Gemeinderatssitzung a, 10.6.2026 wurde wieder bewiesen, dass dringend notwendige Antworten nicht gegeben werden können oder wollen.

Wahlkampf betreibe ich aktuell keinen und ich streite auch nicht, denn zum Streiten fehlt die Kommunikation! – nicht von meiner Seite! Aber es ist scheinbar einfacher zu sagen: „In unserer Gemeinde geht nichts weiter, weil die Opposition nur streitet.“ Stimmen tut es nicht! Der Bürgermeister und die Vizebürgermeisterin haben mit ihrem Team die Mehrheit - schon seit -zig Jahren! Und das Ergebnis dieser Mehrheit wird uns in den nächsten Tagen ereilen. In der Sitzung gab es - auf Verlangen nach § 45 hin, schon einen Ausblick in den Prüfungsbericht des Landes, der IVW-3 (Interne Verwaltung).

Zusammenfassend möchte ich sagen: In Drosendorf wird nicht gestritten – zumindest nicht mit der Opposition. Aber natürlich: ein Bürgermeister, der sich in Sitzungen in Monologe flüchtet und auf entscheidende Fragen keine Antwort gibt, regt Emotionen. Eine Konfrontation würde ich aber nicht als Streit bezeichnen. Und Konfrontation ist wichtig, denn sie zeigt dort hin, wo Veränderung notwendig ist - das wissen wir schon lange! Dank der IVW-3 bald ganz genau und verschriftlicht öffentlich nachzulesen. Und dann gilt es das "auszubaden" was seit Jahren in eine falsche Richtung gelaufen ist. Nicht, (nur) weil die Ausgaben mehr werden, sondern - und vor allem - weil Misswirtschaft betrieben wurde! Entscheidungen wurden nicht wirtschaftlich, zweckmäßig und sparsam getroffen, sondern parteipolitisch. "Das können wir nicht tun, sonst wählt uns keiner mehr", so die Begründung der Gemeindeführung für viele Angelegenheiten. Hier wollen wir eine dringend notwendige Veränderung!

Wir bleiben dran! Bis bald - ab nun regelmäßiger! => Versprochen!

Claudia 😊

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